An unserem dritten Tag im bergigen Landesinneren des Omans besuchten wir zuerst das Jabreen-Schloss, welches vom Sultan Bal’arab ibn im Jahr 1670 als Sommerresidenz erbaut wurde. Das Schloss besticht durch seine wunderschöne Lage inmitten von Dattelplantagen, durch seine imposante Schutzmauer mit (leider unechten) Bougainvillea-Pflanzen und durch seine traditionelle Inneneinrichtung, welche einen Einblick in das Leben der damaligen Sultane gibt, welches bestimmt um Einiges einfacher war als dasjenige der heutigen Zeit.



Nach der Besichtigung des Jabreen-Schlosses schauten wir uns die gewaltige, als UNESCO-Welterbe ausgezeichnete Bahla-Festung sowie die Moschee nebenan an. Obwohl die Lehmfestung sehr eindrücklich ist, gefiel uns die Festung von Nizwa viel besser, wohl auch aufgrund der dortigen Live-Musik, des einzigartigen runden Turms sowie der sehr sorgfältig gestalteten Ausstellung.



Nach dem Bahla-Fort fuhren wir ca. zwei Stunden auf der teilweise ungeteerten Strasse hoch zum Balcony Walk auf dem Jebel Shams, einer der höchstgelegenen Wanderungen im Oman mit spektakulärer Sicht auf das Nakhar-Tal, welches zurecht als „Grand Canyon“ des Omans bezeichnet wird. Hierzu gibt es zu erwähnen, dass die Wanderung eigentlich nicht auf dem Jebel Shams sondern etwas unterhalb auf ca. 2000 M.ü.M. ist – die eigentliche Spitze des Jebel Shams befindet sich auf ca. 3000 M.ü.M. und ist aufgrund einer militärischen Anlage nicht öffentlich begehbar. Auf der Wanderung trafen wir aufgrund der schon relativ späten Tageszeit glücklicherweise nur wenige andere Touristen an, zudem kamen wir aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit in den Genuss der Golden Hour auf unserem Rückweg.




Nach einer etwa eineinhalbstündigen Abfahrt kamen wir im schönen Bergdorf Misfah an, wo wir in einer einfachen, traditionellen Bleibe übernachteten.