Am Mittwochmorgen habe ich, gut ausgeschlafen, auf der Dachterrasse noch einige Fotos aussortiert, gut gegessen und wurde von Namir, dem Besitzer des schönen Riads in Fès, zum Abschied herzlich umarmt. Endlich stieg ich wieder auf mein Velo und fuhr in Richtung Meknès los. Meine Freude am Radfahren war riesig und das Wetter war perfekt bei gut 20 Grad und Sonne. Das Gefühl von Freiheit und meine Zufriedenheit waren so gross, dass ich schlicht keine Lust hatte, anzuhalten. Ich wollte einfach fahren! Somit gibt es leider von der Strecke diesmal weder Fotos noch Videos, dafür eine Beschreibung. Die Strecke war relativ flach und der Radstreifen meist breit, so dass die Strasse sehr angenehm war. Endlich konnte ich mir wieder Zeit nehmen, um die Schafe am Wegrand zu beobachten, die Farben des Frühlings zu bewundern und die Aussicht auf die Berge zu geniessen. So verflogen die ca. 3 Stunden von Fès nach Meknès förmlich und ich kam früher an als geplant (und das, obwohl meine Navigations-App MapOut wohl eher für Radfahrer ohne Gepäck kalibriert ist!).

Panorama von Meknès

Da ich relativ früh in Meknès ankam, versuchte ich, die Stadt noch möglichst am gleichen Tag zu besichtigen, zumal ich mir für die nächsten Tage relativ viel vorgenommen hatte.

Als erstes schaute ich mir das Mausoleum von Moulay Ismail an, die Grabmoschee des Sultans Moulay Ismail, welcher im 17./18. Jahrhundert Marokko regierte (UNESCO Welterbe seit 1996). 

Das Eingangstor zum Mausoleum von Moulay Ismail
Einer der vielen Vorräume des Mausoleums
Schöne kleine…
…und grosse Durchgangstore
Der letzte Platz vor dem Mausoleum
Die Grabkammer
Der Innenraum des Mausoleums
Das Mausoleum von Moulay Ismail

Nach der Moschee schaute ich mir die Medina (die historische Altstadt) an und war insbesondere an den berühmten Stadttoren von Meknès interessiert. Leider sind diese aktuell, wie viele andere Sehenswürdigkeiten in Meknès auch, aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen.

Ein Nebentor ist das einzige, was ich von den imposanten Stadttoren in Meknès sehen konnte

Ich lief kurz über den Souk, welcher mich persönlich jedoch, wie die meisten anderen Märkte auch, wenig interessierte. Umso faszinierender fand ich den Palast, welcher das nationale Museum der Musik beherbergt.

Eingangstor zu einem der vielen schönen Räume des nationalen Museums der Musik in Meknès
Der Riad-ähnliche Innenhof
Details im Innenhof
Waschbrunnen
Man kann sich an den vielen Details kaum sattsehen
Der Garten des Museums der Musik
Museum der Musik in Meknès

Nach den vielen schönen Eindrücken schaute ich mir noch die “Ville Impériale” an, den Stadtteil, von welchem aus unter Moulay Ismail Marokko regiert wurde. Durch die enorme Grösse und den repräsentativen Charakter dieses Stadtteils, den man leider nur von aussen besichtigen kann, wird  einem schnell bewusst, welche Wichtigkeit die ehemalige Hauptstadt haben musste.

Ein Eingangstor im kaiserlichen Stadtteil
Ein riesiger, langer "Gredu" führt an hohen Mauern entlang

Eindrücke aus dem kaiserlichen Stadtteil von Meknès

Meine Route bisher ist in der Karte oben wie folgt dargestellt: