Am Mittwoch fuhr ich von Jaca nach San Juan de la Peña los, einem Kloster, welches bis ins Mittelalter als wichtigstes Kloster Spaniens galt und mehrere Gräber von spanischen Königen beherbergt. Allerdings war nicht nur das Kloster, welches unterhalb eines riesigen Felsen gebaut ist, sehr eindrücklich, sondern auch die serpentinenreiche Strasse, welche vorbei an alten Dörfern und schönen blühenden Bäumen bis zum Kloster führte, sowie die Postkarten-Aussicht auf schneebedeckte Berge.

Wunderschöne Landschaften auf der Fahrt zum Kloster San Juan de la Peña…
…und wunderschöne Panoramen von der Anhöhe aus
Das Kloster von San Juan de la Peña
Hinter dieser Mauer sind verschieden spanische Könige begraben
Fresken in der Krypta
Gotische Kapelle
Die gotische Kapelle enthält allerlei spannende Details, wie etwa diesen Engel…
…diesen "Blumenkohl"…
…oder diesen Drachen
Der Kreuzgang
Aufwändig dekorierte Säulen zeigen verschiedene Motive, wie etwa die Eingebung eines Engels an San Juan de la Peña, hier ein Kloster zu bauen
Das letzte Abendmahl
Mir unbekannte, vermutlich biblische Szenen
Der brutale Mörder links soll, so wie ich es verstanden habe, den Brudermord von Kain an Abel darstellen.
Etwas Wein muss auch sein! Wir sind ja immer noch in Spanien

Nach dem Kloster fuhr ich ca. 500 Höhenmeter talwärts entlang einer wunderschönen, kleinen und so gut wie menschenleeren Strasse. 

So sieht mein Velo aus, wenn es im "Video-Modus" ist
Das Resultat während des Teils des Videos, wo ich anhalte, um ein Panorama zu machen
Schöne Landschaften nach der Abfahrt

Die erste Anblick der riesigen, roten Mauern von Riglos verschlug mir die Sprache. Offenbar sind die schroffen, bis um die 60 Meter hohen, fast vertikalen Felswände ein beliebtes Ziel für Kletterer, von denen ich jedoch keine sah.

Die imposanten Mallos von Riglos

Nach einem weiteren, relativ kurzen und flachen Abschnitt, fuhr ich durch ein kleines, zu meinem grossen Erstaunen so gut wie menschenleeres Nebental nach Agüero, einem absoluten Juwel der Pyrenäen und für mich wohl das schönste spanische Dorf, welches ich bisher gesehen habe.

Agüero
Ich kann von diesem wunderschönen, menschenleeren Ort fast nicht genug bekommen
Das romanische Tor zur Kirche in Agüero
Zur Abwechslung ein Foto von mir mit dem Schlüssel zur romanischen Kirche von Agüero aus dem 12. Jahrhundert (nicht ich, die Kirche!)
Die romanische Kirche von innen
Autsch!
Beim Anblick dieser Mauern frage ich mich, ob sich da wohl schon ein Wingsuit-Flieger hindurchgesegelt hat? Ich will ja niemanden auf dumme Ideen bringen. Andererseits lesen wohl keine Wingsuit-Segler meinen Blog.
Agüero
Hier könnte ich mir vorstellen, zu leben!

Nach einer kurzen Abfahrt kam ich um ca. 19 Uhr an meinem Tagesziel Concilio an, kurz vor Ayerbe und kurz vor den 2000 Gesamt-Kilometern auf meiner bisherigen Route.