Am Samstagmorgen verliess ich mein Studio in Córdoba früh, um die weltberühmte Mezquita-Catedral de Córdoba zu besichtigen. Dies lohnt sich nicht nur deshalb, weil man frühmorgens einen einigermassen menschenleeren Blick auf das eindrückliche Monument erhält, sondern auch, weil die Kathedrale während der ersten Stunde am Tag kostenfrei besucht werden kann. Diesmal hatte es noch relativ wenige Leute in der Schlange und ich freute mich enorm, als ich das eindrückliche Bauwerk fast ohne andere Touristen besuchen konnte! Die Mezquita-Catedral, welche östliche und westliche Einflüsse auf einzigartige Weise vereint, ist für mich von allen sakralen Gebäuden, die ich bisher überhaupt gesehen habe, bestimmt eines der schönsten.

Ausschnitt einiger der über 1300 Marmorsäulen und 365 Hufeisenbögen in der Mezquita-Catedral, deren Bau im 8. Jahrhundert n. Chr. begann
Die vielen Bögen wurden teilweise über die Jahrhunderte für Erweiterungen der Moschee hinzugebaut, als die Stadt wuchs
An den Rändern der Kathedrale befinden sich viele "Nebenräume" und Kapellen…
…wie beispielsweise diese.
Eindrücklicher islamischer Bogen
Der Bau der riesigen Kathedrale in der Mitte der Moschee wurde 1523 von Carlos V. befohlen
Wunderschöne Vereinigung von islamischer und christlicher Architektur
Die Mezquita-Catedral erinnerte mich in vieler Hinsicht an islamische Kunst in Marokko
Kuppel und Mihrab der Moschee (islamische Gebetsnische, welche die Gebetsrichtung aufzeigt – oder besser gesagt aufzeigen soll, denn die Mezquita-Catedral ist falsch ausgerichtet, auf den Guadalquivir und nicht auf Mekka, wohl aufgrund einer Fehleinschätzung der Architekten)
Christus-Kreuz umgeben von islamischer Kunst
Mezquita-Catedral von Córdoba

Ich würde insbesondere auch den Besuch des Turms sehr empfehlen (3€), da man vom Turm aus eine eindrückliche Panorama-Sicht auf Córdoba hat.

Der Turm der Mezquita-Catedral
Aussicht auf die Mezquita-Catedral, sowie auf Córdoba und die umliegenden Gegenden

Nach dem Besuch der Kathedrale schaute ich mir die imposante, 331 Meter lange römische Brücke aus dem ersten Jahrhundert vor Christus an. 

Imposante, riesige römische Brücke aus dem ersten Jahrhundert vor Christus

Allgemein beherbergt Córdoba viele spannende römische Denkmäler, so wie etwa die Mosaike, welche im “Alcázar de los Reyes Cristianos” zu sehen sind.

Mosaike und Gärten im Alcazár de los Reyes Cristianos

Da es nach den Besichtigungen dieser Hauptsehenswürdigkeiten erst ca. 11.30 Uhr war, hatte ich Zeit, nochmals in mein Apartment zu gehen, meine Sachen zu packen und auszuchecken. Ich entschied mich, an diesem Tag nur noch ein kleines Stück weiterzufahren, auch deshalb, weil wie bereits erwähnt aktuell viele Hotels ausgebucht sind. In der kleinen Ortschaft “Pedro Abad” ca. 20 Kilometer ausserhalb von Córdoba in Richtung meines nächsten Ziels, der Stadt Jaén, war jedoch noch ein passendes Hotel verfügbar. Nach einem leckeren Tintenfisch zum Mittagessen (gute Proteinquelle!) fuhr ich in Richtung Pedro Abad los.

Leckerer Tintenfisch zum Mittagessen

Nach einem kurzen Abschnitt auf einer grossen, aber wenig befahrenen Autostrasse, kam ich in verlassene Gebiete voller wunderschöner und zum Teil blühender Olivenbäume, ein Bild, das die nächsten 100 Kilometer bis nach Jaén prägen sollte. 

Dieser Bauer hat aus meiner Sicht einen sehr guten Sinn für Ästhetik!

Nach ca. zwei Stunden gemütlicher Fahrt kam ich in der kleinen, aber schönen Ortschaft Pedro Abad an und genoss die Ruhe, um einige Blogposts hochzuladen und später ein leckeres Abendessen einzunehmen, mit Schnecken zur Vorspeise! Diese sind offenbar in Spanien eine lokale Spezialität und, wie ich herausfand, ebenfalls eine hervorragende Proteinquelle. 

Meine Route bisher ist in der Karte oben wie folgt dargestellt: 

3 Responses

    1. Ich freue mich auch schon über den nächsten Blog. Das wird wohl Granada sein ? Córdoba ist wunderschön!